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Friede, Freundschaft, Freiheit!

Am 21. April 2010 habe ich auf Einladung des Bündnisses „Remagen für Frieden und Demokratie“ eine Auftaktveranstaltung zum Friedensfest in der Remagener Grundschule St. Martin vor 3 Klassen des vierten Schuljahres gehalten. Die Bitte war, ich möge den Kindern über die Zeit des Nationalsozialismus und etwas über den „jüdischen Alltag“ im Nationalsozialismus erzählen. Von dem ersten Moment an waren die kleinen Schüler so aufmerksam, dass es eine Freude war mit Ihnen zusammen zu sein. Meiner Bitte, dieses Thema in Geschichten, Fragen und Antworten zusammen zu erarbeiten, kamen nahezu ausnahmslos alle nach. Oft waren so viele Finger in der Luft und es gab so viele Fragen und Antworten und wieder Fragen, dass es mir kaum möglich war, alle Kinder anzuhören oder wirklich jedem Kind zu antworten.

die Kinder lauschen aufmerksam Irena Wachendorff


Die 2 Stunden vergingen im Flug. Friede, Freundschaft und Freiheit waren unser roter Faden. Er führte uns von der Ausgrenzung der jüdischen Menschen bis zu ihrer Verfolgung und Ermordung in den Konzentrationslagern zum Ende des Krieges und der Bedeutung der Brücke von Remagen und dem Kriegsgefangenenlager „Goldene Meile“. Die Fragen der kleinen Schüler waren geprägt von Mitgefühl und ganz eigenen kindlichen und anrührenden Gedanken. Das war auch für mich ein besonderes Miteinander. Mein herzlicher Dank gilt auch den 3 Lehrerinnen der Klassen 4a, 4b und 4c. Sie hatten bereits im Hinblick auf mein Kommen mit ihren Klassen Bücher und Geschichten zu der Thematik gelesen und besprochen, so dass das Vorwissen immens groß war. Diese Auftaktveranstaltung galt diesmal allein den ganz, ganz jungen Menschen, die in unserer Stadt leben. Sie wissen nun genau, warum sie am 8. Mai eine Staffel bilden und laufen wollen: Für Frieden und Demokratie!

Die Klassenleiterin Frau Wagener (links) Irena Wachendorff