Mahnwache am 10. November 2010

Mahnwache in Remagen am 10. November 2010

19 Uhr am Synogogenmahnmal am Römerplatz,
danach im alten Gugenheim: Ausstellung zur geschichte der Juden in Remagen von Ute Metternich und Bernd Steiner, Einführung: Ute Metternich
Vortrag von Marie-Christine Metternich über die Chewra Kadischa. Der heilige Verein der Remagener Juden, Facharbeit 2010

Das Bündnis Remagen für Frieden und Demokratie, beide Kirchengemeinden und die Jusos im Kreis Ahrweiler wollen am 10. November, 19 Uhr gemeinsam an die Opfer während der Zeit des Dritten Reichs erinnern.
Am 10. November 1938 ging die Synagoge in Remagen in Flammen auf, Schaufenster jüdischer Geschäfte wurden eingeschlagen, jüdische Mitbürger mussten um ihr Leben fürchten.
Die Jusos im Kreis Ahrweiler halten seit den 1970er Jahren zum Gedenken eine Mahnwache, zuerst an der Stirnseite der Alten Post, später am Mahnmal selbst. Das Bündnis für Frieden und Demokratie und der Jugendbahnhof wollen zusammen mit den Jusos die Mahnwache aufwerten und ihr noch mehr symbolische Kraft verleihen, zumal Remagen immer wieder von rechtsextremen Gruppierungen aufgesucht wird. So wird in diesem Jahr, initiiert vom Jugendbahnhof Remagen, auf einer großen Leinwand die Synagoge an ihrem früheren Standort zwischen dem 2.11. und dem 10.11.2010 zu sehen sein. Nach einer Aktion am Platz der Synagoge und einer Gedenkminute am Mahnmal selbst, wollen wir an den Stolpersteinen auch der jüdischen Mitbürger gedenken, die in den Vernichtungslagern ermordet wurden. Der Abschluss des Abends findet in der Kulturwerkstatt Remagen, Kirchstraße 5, statt, wo auch eine Dokumentation zu den jüdischen Opfern zu sehen sein wird.
Alle Bürgerinnen und Bürger laden wir zu dieser Gedenkveranstaltung herzlich ein.

Rede von Staatssekretärin Beate Reich






Der Maler Gregor Bendel aus Kirchdaun, hat im Jugendbahnhof Remagen die ehem. Synagoge von Remagen auf eine Großleinwand (4x5m) gemalt. Ein Jugendlicher hat dabei auch selbst mitgewirkt, andere haben den Prozess zumindest beobachten können. Diese Leinwand wird vom 2.11. bis zum 10.11.2010 am früheren Standort (gegenüber der alten Post), befestigt an einem Stahlgerüst, zu sehen sein. Wie bekannt, fiel die Synagoge am 10.11.1938 der Brandstiftung zum Opfer. Wir möchten damit ein Zeichen setzen und den Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit geben, sich mit der damligen Geschichte nochmals auseinanderzusetzen. Die Mahnwache am 10.11.2010 (19 Uhr) soll die schrecklichen Verbrechen nicht in Vergessenheit geraten lassen.











Jugendbahnhof Remagen will deutliches Zeichen gegen das Vergessen setzen
Remagen. Am 10.11.1938 wurde die Synagoge von Remagen (erbaut 1869) durch SS-Leuten aus Bad Neuenahr und Ahrweiler verwüstet und in Brand gesteckt. Seit den 70-ziger Jahren erinnern die Jusos im Kreis Ahrweiler durch eine jährliche Mahnwache an dieses schreckliche Verbrechen. Das "Bündnis für Frieden und Demokratie" und die Kirchengemeinden von Remagen haben auch in diesem Jahr geplant, sich dieser Mahnwache anzuschließen. Auch der Jugendbahhof Remagen wird sich mit einbringen. In enger Zusammenarbeit mit dem Kirchdauner Maler Gregor Bendel entstand ein überdimensionales Bildnis von der ehemaligen Synagoge von Remagen (Größe der Leinwand: 4 x 5 m). Vom 2.11. bis zum 10.11.2010 wird das Bild, befestigt an einem Stahlgerüst, an dem ehemaligen Standort der Synagoge (gegenüber der alten Post) ausgestellt werden. Eine Woche lang soll die Vergangenheit mit dieser Aktion zurückgeholt und den Bürgern die Möglichkeit geboten werden, sich mit der Geschichte auf diese Weise
anschaulich auseinander zu setzen. Am 10.11.2010 (19 Uhr) findet die Aktion mit einer Mahnwache und einigen Inzenierungen ihren diesjährigen Abschluss. Die Veranstalter würde es freuen, wenn möglichst viele Bürgerinnen und Bürger Anteil nehmen.
Im Anschluss lädt das Bündnis zu einem Ausklang im Alten Jugendheim in der Kirchstraße. Eine Ausstellung zu den jüdischen Familien in Remagen bringt uns das Schicksal jedes Einzelnen näher. Neue Forschungsergebnisse werden vorgestellt.


(C) 2010 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken