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1. Mai 2012

Einladung und Aufruf zur Kundgebung am 24. Mär12

Ester Bejerano, Sonntag, den 4. März 2012

Friedensveranstaltung am 19.11.2011

1. Veranstaltung des Lokalen Aktionsplans, 24.9.11

Remagen- Einsatz für den Frieden Juni 2011

Mahnwache am 20.11.2010

Mahnwache am 10. November 2010

Friedensfest im Mai 2010

Ökumenischer Gottesdienst

Ansprachen

Veranstaltung auf dem Marktplatz

Ausstellung des Arbeitskreises Stolpersteine

Buchausstellung

Friedensläufe

Kinderhof

Bildausstellung in der Rheinhalle

99 Luftballons für den Frieden

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Auftaktveranstaltungen zum Friedensfest 2010

Mahnwache 20.11.10, 11 Uhr

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Frieden - Freundschaft.

Wenn ich dieses Friedenfest mit Ihnen teile, ist es zuerst aus Freundschaft.

Persönliche Freundschaft für Dich Agnes, der ich dafür danke, mich eingeladen zu haben.

Gemeinsame Freundschaft in der Partnerschaft; die unsere zwei Städte verbindet.

In der virtuellen Gesellschaft von heute ist die Freundschaft ein Gefühl, das wir wirklich brauchen. Die Freundschaft kommt mit dem Vertrauen zu den Anderen, mit der Offenheit für Ideen, für die Kultur der Anderen. Die Freundschaft ist eins der schönsten Ziele im Leben, und es ist meines.

Es ist, was unseren Partnerschaftsverein belebt: die Freundschaft zwischen unseren Familien, unseren 2 Städten, unseren 2 Ländern. In unserem Verein sind alle willkommen, ganz gleich, welcher Herkunft oder Meinung sie sind. Die einzige Bedingung ist Lust zu haben, auf die Anderen zuzugehen und sie mit Respekt zu begreifen.

Um Freunde zu werden, muss man sich kennen, miteinander sprechen und Schranken überwinden. Und Schranken gibt es immer!

Einige Leute haben mir gestanden, dass sie Angst haben.

Ja, Angst.

Einfach nur, weil sie die Sprache nicht gut sprechen, weil sie die Bräuche, die Gewohnheiten nicht kennen. Sie befürchten, nicht verständlich zu sein, nicht begriffen zu werden. Es ist wichtig, sie zu begleiten. Das braucht manchmal ein wenig Zeit, das braucht viele kleine Schritte. Aber immer behalten die Franzosen, die nach Remagen kommen, es in bester Erinnerung. Und alle sprechen darüber mit Begeisterung und Wehmut.

Es ist unsere Rolle, als Mittler, als Brücke zu dienen. Der Slogan unseres Vereins ist im Übrigen: „Springen wir zusammen über die Brücke der Freundschaft!“

Das ist unsere Aufgabe und unser Glück.

Glück, Franzosen zu hören, die zum ersten Mal hierher gekommen sind, und sagen: „Es ist unglaublich, ich wusste nicht, dass die Deutschen so herzlich sind, ich will wiederkommen!“. Glück zu sehen, dass Familien beginnen, sich ohne unsere Hilfe, wieder zu treffen. Es ist der Beweis, dass der Samen, den wir gesät haben, aufgegangen ist.

Freundschaft muss man gut pflegen.

Und Frieden noch mehr.
65 Jahre nach dem Ende des Krieges in Europa haben wir die Pflicht uns zu erinnern. Die Pflicht, nicht zu vergessen, dass die Angst vor dem anderen zum Hass führen kann. Und der Hass zu einer Absurdität und zu einem Schrecken ohne Ende. Heute scheint es uns natürlich, in Frieden zu leben und die Europäische Union gegründet zu haben. Aber sind wir uns der Notwendigkeit genügend bewusst, dieses Gut zu schützen, wachsam zu sein, was sich heute ereignen kann?

Sind wir sicher, anders zu sein als die Leute, die den Nährboden des zweiten Weltkrieges und seines Grauens bereitet haben? Sind wir nicht ebenso Menschen, die versucht sind, der Angst und der Ablehnung der Anderen nachzugeben? Um uns sehen wir zum Beispiel die Angst der Emigranten, die unsere Bräuche nicht haben. Einige ihrer Bräuche behindern uns, aber, anstatt mit den Immigranten zu diskutieren, um Lösungen zu finden, schließt man sie aus.Was für die Immigranten gilt, trifft auch für alle zu, die sich durch Alter, sozialen Misserfolg, Behinderung oder Verletzungen des Lebens von der Allgemeinheit unterscheiden. Das Risiko ist, dass nach und nach jeder von uns an der Schaffung von Gettos teilnimmt, die ausschließen und den sozialen Frieden bedrohen

Versuchen wir vielmehr, zusammen leben, uns gegenseitig zu respektieren, uns besser zu kennen zu lernen,. Unsere Unterschiede auszutauschen, um sie in Reichtum umzuwandeln.

Das ist der Grund, weswegen ich mich wie Agnes der Politik verpflichtet habe. Mein Wunsch besteht darin, die Spaltungen zwischen den Parteien zu überwinden, die Ausgrenzung zu bekämpfen und dahin zu gelangen, dass die Politiker sich nicht in ihren Lagern einschließen, sondern diskutieren und zusammen arbeiten. Es ist keine Utopie, sondern es ist eine beständige Baustelle. Den Frieden wird es nicht ohne Anstrengung geben. Pausenlos sind Aktivität, Energie und Mut erforderlich. Der Frieden ist ein Kampf. Der Frieden braucht Kämpfer. Er braucht die Unterstützung von allen, denn jeder ist wichtig, jeder hat eine Rolle zu spielen, jeder kann seinen Stein dazu beitragen.

Ich finde es wunderbar, dass es dem Bündnis gelungen ist, in diesem Projekt verschiedene Kirchen, verschiedene Vereine zu versammeln, die zum Erfolg dieses Tages beitragen. Und ich freue mich, dass wir hier versammelt sind, in der Nähe von 2 symbolischen Orten: „Schwarze Madonna“ und „Friedensmuseum“.

Freundschaft nährt sich, Frieden baut sich auf, jeden Tag, schrittweise. Und jede Initiative in dieser Richtung ist gut, so klein sie auch erscheinen mag. Es ist dieser Kampf, den ich heute, mit meiner Anwesenheit, ermutigen will. Ich komme aus einem anderen Land, das Jahrhunderte als Feind angesehen wurde, während heute die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich den Sockel bildet, auf dem Europa erbaut wird.

In aller Bescheidenheit bringe ich Ihnen heute meine Freundschaft wie ein Stein zum Bau des Friedens. Danke und schönes Fest des Friedens!

Ich habe eine Botschaft vom Bürgermeister von Maisons-Laffitte, Jacques Myard:

Ich begrüße, wie es das deutsche Volk geschafft hat, sich seiner Vergangenheit zu stellen. Die deutsche Demokratie ist für alle ein Beispiel geworden.Sie ist die Grundlage für unser solidarisches Handeln in Europa geworden.